Europäisches Comenius-Projekt 2000: Zeitreise durch das 20. Jahrhundert
Blick auf das Schloss Krzyżowa (deutsch Kreisau) in der Landgemeinde Świdnica im Powiat Świdnicki (Kreis Schweidnitz) in der Woiwodschaft Niederschlesien in Polen. Das zum Schloss gehörende Berghaus der Familie von Helmuth James Graf von Moltke wurde bekannt als Treffpunkt der Widerstandsgruppe Kreisauer Kreis, von denen die meisten Mitglieder im Frühjahr 1945 hingerichtet wurden.
„Das schaffen wir nie, die Vorlaufzeit für das Projekt ist wahnsinnig knapp!“ sagten wir alle, die wir im Juni 1999 als Betreuungslehrer/-innen des Comenius-Projekts anlässlich unserer dritten Comenius-Konferenz im Seminarraum des ehemaligen Pferdestalls des Kreisauer Schlosses in Krzyzowa (Polen) zusammenkamen, um als Comenius-Team gemeinsam mit allen Beteiligten die Projektplanung und -terminierung für das kommende Schuljahr 1999/2000 zu vereinbaren.
Gerade hatten wir am Ende eines langen Projektjahres die Präsentation der Projektergebnisse zum Rahmenthema „Medien und Gesellschaft“

Erste Projektskizze aus dem „Fahrten-Sudelbuch“, vorgestellt und notiert während der Teamsitzung im Konferenzraum „Pferdestall“ der IJBS Krzyżowa/Kreisau
abgeschlossen, nun sollten wir zusammen mit unseren Schüler/-innen innerhalb eines knappen halben Jahres bis zum Februar/März 2000 diese verrückte neue Idee umsetzen, anlässlich des bevorstehenden Milleniums eine gemeinsame Revue als „Zeitreise durchs Jahrhundert“ zu präsentieren?!
Die Schülerinnen und Schüler jedoch, denen wir diese Projektidee zunächst als Projektskizze vorstellten, waren begeistert. Und so ließen wir uns, skeptisch wie Lehrer/-innen als potenzielle Bedenkenträger nun einmal immer sind, mitreißen und ließen uns zusammen mit unseren Schüler/-innen ein auf ein außergewöhnlich spannendes, äußerst arbeitsintensives, aber auch mit viel Spaß und viel gemeinsamer Arbeit und gegenseitigem Kennenlernen verbundenes Europaprojekt …
Graham Willmott (Newquay), Malgorzata Wiater (Wroclaw), Danuta Stefanska (Kepno), Andy Blake (Newquay); European Conference Kreisau 1999 vor der Eingangstreppe zum Kreisauer Schloss
Empfang von Mitgliedern des Comenius-Projekts „Zeitreise durchs Jahrhundert“ durch Bürgermeister Stöhr und Landrat Weber im Rathaus von Aurich; Februar 2000
„Welcome to the Cabaret!“ – Probenauftritt der drei Conférenciers der Europarevue während der European Conference 1999 in Kreisau (v. links nach rechts): Klaus Gebhardt, Michael Timpe, Hans-Jürgen Westermayer
Die Idee einer „Europa-Revue“
Die Projektarbeit der vorausgegangenen Comenius-Projekte hatte ein Problem aufgezeigt:
Die bisher genutzte Fax- oder telefonische Kommunikation zwischen den Comenius-Kontaktlehrer/-innen war entweder zu kostenintensiv oder zu zeitraubend im Hinblick auf die erforderlichen internen Projektabsprachen; die traditionelle Snail-Mail erwies sich als wenig praktikabel, da die Transfer- und Antwortzeiten zu langwierig waren. Zudem war der Eindruck entstanden, dass eine wirklich intensive Zusammenarbeit letztlich nur während der der Präsentation unmittelbar vorausgehenden Projektwochen zustande kam.
So hing die Zusammenarbeit der einzelnen nationalen Projektgruppen während der einzelnen Projektphasen zunehmend stärker davon ab, inwieweit die einzelnen Comenius-Schulen Zugangsmöglichkeiten zum Internet hatten oder nicht, inwieweit die Projektteilnehmer sich auch kurzfristig via eMail-Kommunikation über Projektinhalte verständigen konnten.
Die Hauptschwierigkeit lag also darin, ein Projektthema zu finden, das zum einen ein größtmögliches Maß an direkter Zusammenarbeit über einen längeren Zeitraum erforderlich machte und das zum anderen den einzelnen nationalen Projektgruppen ein Höchstmaß an individuellem Freiraum zur praktischen Ausgestaltung ermöglichte.
Die Lösung wurde gefunden mit der Idee der Anknüpfung an die aus den Zwanziger Jahren bekannte Theaterform der Revue, die es ermöglichen sollte (nicht i. S. des klassischen Dramas auf das Ende, d.h. die dramatische Katastrophe hin konzipiert), in Collageform und kaleidoskopartig „Bilder des Jahrhunderts” als „Momentaufnahmen“ aus der Perspektive der am Comenius-Projekt beteiligten jeweiligen Nationen zu präsentieren.
Als dem Gestaltungsprinzip der Montage verpflichtete Nummernrevue konnte sie unterschiedlichste Zugangsformen eröffnen und sollte sie es ermöglichen, in einer lockeren Reihe von „Bildern des Jahrhunderts“ unterschiedlichste Medien miteinander zu kombinieren (Literatur, Musik, Kunst, Philosophie, Historie; Texte, Filmausschnitte, Videoclip, Fotografie, Performance etc.), um so ein subjektiv gefärbtes „Gesamtbild des Jahrhunderts“ zu präsentieren.

Planungskonkretisierung der Konzeptüberlegungen zur Gestaltung der „Europa-Revue“ als „Zeitreise durchs Jahrhundert“
Ein weiterer Leitgesichtspunkt war hier die beabsichtigte Abkehr von der sog. „Guckkasten-Bühne“ zu Gunsten des von dem Regisseur und Intendanten Erwin Piscator (1893-1966) entwickelten Prinzips der sog. Simultan- oder Piscator-Bühne, um auf verschiedenen Spielflächen verschiedene Handlungen gleichzeitig oder hintereinander anzubieten („Theater als Laboratorium“); diese Funktion sollten die zweite und dritte Bühne, das sog. „Café Europa“ bzw. der „Cat-Walk“ übernehmen, die über die von dort aus präsentierten einzelnen Conferencier- oder musikalisch-lyrische Beiträge auch zugleich verknüpfende Funktion der einzelnen Beiträge haben sollten.
Diaprojektionen oder Videoclips als audiovisuelle Kommentare und Illustrationen einzelner Revuebeiträge sollten zugleich dazu dienen, durch die Nutzung zusätzlicher Projektionsfläche einen imaginären Raum jenseits des Bühnengeschehens zu eröffnen.
Musikalische Beiträge unterschiedlichster musikalischer Quellen sollten u.a. die Funktion übernehmen, die jeweilige Bühnenhandlung zu akzentuieren oder sich als eigenwertige Handlungselemente im Revueganzen präsentieren. Darüber hinaus musste eine Lösung gefunden werden, die einzelnen Spielflächen zu beleuchten, mit feststehenden Scheinwerfern mit Farbfiltern, um diese Flächen, wenn nötig, mit wechselnden Farben herauszuheben.
Vor allem: Wie sollte diese lockere Materialsammlung einer „Zeitreise durchs Jahrhundert“ zu einem Ganzen gefügt werden, da ja die jeweiligen nationalen Gruppe jeweils nur ihre einzelnen Szenen kannten, den Gesamtzusammenhang der Revue, das Zusammenklingen von Stückszenen, Übergängen, Musik, Bildprojektionen, Licht und Bühnenbild bis zum Februar/März 2000 nicht vor Augen haben würden? – Fragen über Fragen blieben also bestehen, ein durchaus nicht gutes Gefühl beschlich alle Projektteilnehmer/-innen („Können wir das schaffen?“), gleichwohl war die Idee augenscheinlich zu faszinierend, um zurückgewiesen zu werden.
Die Projektarbeit (September1999 – Februar 2000)
Auf der Grundlage des während der 3. Europäischen Konferenz in der IJBS Kreisau (Polen) gemeinsam verabschiedeten Projektarbeitsplanes gingen alle Projektarbeitsgruppen daran, aus ihrer jeweilig nationalen Perspektive Ereignisse zusammenzustellen, die für ihr Land im 20. Jahrhundert besonders

Planungsraster für die nationalen Comenius-Teams aus Newquay (GB), Nesbru (NO), Wrocław und Kępno (PL), der assozierten Gruppe aus Příbram (CZ), des Koordinationsteams aus Aurich (D)
wichtig waren: Ideen wurden gesammelt, Archivmaterialien wurden gesichtet, Kunstbücher und Filmmaterialien wurden durchgesehen, andere Fachlehrer/-innen wurden befragt, Internetrecherchen wurden durchgeführt und potenziell bedeutsame Musiktitel wurden zusammengestellt.
Aufgabe jeder nationalen Gruppe war es, sich bis zu den Herbstferien 1999 auf eine vorläufige nationale Nummernfolge zu einigen, die dann wiederum an die Steuerungsgruppe in Aurich via eMail übermittelt werden musste.
Zugleich war es Aufgabe jeder nationalen Gruppe, in englischer Sprache kurze „abstracts“ zu verfassen, die als Hintergrundinformationen zu den jeweiligen Revuebeiträgen von der Comenius-Programmheftgruppe zu einem Revue-Programmheft zusammengestellt werden sollten; auch diese „abstracts“ wurden via eMail übermittelt.
Ende Januar/Anfang Februar 2000 sollten alle nationalen Gruppen dann ihre Detailplanung abgeschlossen haben, damit die Comenius-Konferenz in Aurich dann für die Einzel-, Durchlauf- und Generalproben genutzt werden könnte. Wie so häufig, kam es auch diesmal anders , d.h. zu zeitlichen Verschiebungen, die jedoch mit einer entsprechend vorhandenen Souveränität ausgehalten und mit Routine und einer gehörigen Portion Stress gemeistert wurden.
Die Präsentation
Wir haben es mit einem vielfältigen Angebot an Revuebeiträgen überwiegend in englischer Sprache zu tun. Die Engländer haben sich intensiv darauf vorbereitet, die Geschichte des Jahrhunderts am Beispiel der Biografie von Mrs. Albion zu präsentieren, einer Frau, die 1900 geboren wurde und jetzt ihr 100-jähriges Jubiläum feiert.
Die Tschechen zeigen Szenen aus dem avantgardistischen „Liberated Theater“ der 30er Jahre, präsentieren Gedichte des Nobelpreisträgers Jaroslav Seifert und Tanzszenen aus dem z.Zt. in Prag sehr populären Musical „Dracula“.
Eine Zeitreise mit dem Zug unternehmen die beiden polnischen Gruppen aus Kępno und Breslau/Wrocław, um wichtige Ereignisse der
Nationalgeschichte zu veranschaulichen; das Problem der polnischen Teilungen, der Annexion und Okkupation durch Deutschland und Russland, der Wende in 1989 wird deutlich.
Die norwegische Gruppe präsentiert Aspekte ihrer Nationalgeschichte mit Hilfe des Softwareprogramms Power-Point, das es ihnen ermöglicht, Videoclips, Musik und Fakten zu einer technologischen Projektionsshow miteinander zu kombinieren; Informationen zum Südpol-Eroberer Roald Amundsen, zur Bedeutung des Walfangs, der ersten olympischen Winterspiele 1914 und zur Person der früheren Premierministerin Gro Harlem Brundtland werden veranschaulicht.
Die deutsche Gruppe, die sich aus Teilnehmern der beiden Klassen 11b und 11g zusammensetzt, präsentiert vor dem Projektionsbild einer Schlacht des Ersten Weltkriegs den Brief eines Soldaten, der sich über die Sinnlosigkeit und das Mörderische des Krieges auslässt. Szenen aus den sog. „Goldenen Zwanziger Jahren“ machen die Ambivalenz dieser Zeit ebenso deutlich wie die erschütternden Tagebuchauszüge der in Bergen-Belsen ermordeten Anne Frank, die sich auf die Zeit des Zweiten Weltkriegs und der Naziherrschaft beziehen.
Ein weiterer Projektbeitrag bezieht sich auf die Geschichte des VW-Käfers, der als Miniaturmodell von den Teilnehmern gebastelt wurde. Darüber hinaus haben die Projektteilnehmer in mühevoller Kleinarbeit eine aus Umzugskartons bestehende „Berliner Mauer“ besprayt, die 1989 schließlich von allen symbolisch demontiert wird. Parallel dazu schreibt die Musikgruppe eigene Stücke und studiert diese nebst einer eigenen Choreografie ein; für eine nachgestellte Hörsaalsprengung und Anti-Vietnam-Demonstration werden Flugblätter bedruckt, politische Reden geschrieben. Die Hippiezeit ersteht wieder durch den tänzerischen Revuebeitrag einzelner Flower-Power-Mädchen …
Die Technikgruppe braucht sehr viel Geduld und Ausdauer, um den Bedürfnissen der ca. 80 Projektteilnehmer gerecht zu werden; wären Claus, Jörg, Patrick, Wolf und viele Mithelfer der Technikgruppe nicht gewesen, hätten sie nicht so viel Geduld mit uns allen gehabt, wir hätten die Realisierung dieses sich zu einem „Mammut-Projekt“ entwickelnden Vorhabens wahrscheinlich in der zur Verfügung stehenden Zeit nicht geschafft! Daher auch an dieser Stelle noch einmal ausdrücklicher Dank von allen!
Auch die Programmheftgruppe hat in der kurzen Zeit Erstaunliches geleistet: Das in englischer Sprache erstellte Programmheft liegt in gedruckter Form vor und kann zum zweiten Präsentationsabend am 3. März 2000 ausgeliefert werden.
Zugleich ist es für uns im Nachhinein mehr als erstaunlich, wie kreativ und weit über die unterrichtlichen Belange hinaus engagiert alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer während dieser zehn Tage zusammengearbeitet und eine Idee zu einem gemeinsamen Produkt zusammenwachsen ließen, das sie gemeinsam zu erstellt und zu verantworten bereit waren!
Und wir Lehrerinnen und Lehrer? Wir haben natürlich als „Comenius-Harmonists“ ebenfalls unseren Revuebeitrag geliefert, sei es als singende Conferenciers Geb, Ti und We („Willkommen, Bienvenue, Welcome“, siehe das Musical „Cabaret“) oder durch brillante tänzerische Einlagen von Danuta, Gosia, Hanka, Diana, Liv und Bentte (special guest from France: Virginie) als Kit-Kat-Girls des CABARETS (Andy und Wayne natürlich als Kit-Kat-Boys: „Is it a girl or a boy? There is one difference, but I’ll show you later!“). Soooo: „Life is a Cabaret.
And: Leave your troubles outside! Come to the Cabaret!“
Ausblick: „Leave your troubles outside!“
Was also haben wir (rückblickend betrachtet) in und mit diesem Projekt realisiert? Was haben die Schüler/-innen „gelernt“? Wie war die Resonanz?
Hinsichtlich des letzten Punktes denke ich, dass die überaus eingehende und durchgängig positive Berichterstattung in der Lokalpresse Rückschlüsse genug auf die ausserschulische Resonanz zulässt; Ausstellungen, Interviews und sonstige Presseveröffentlichungen und Präsentationsveranstaltungen der jeweiligen nationalen Gruppen in ihren Heimatländern bestätigen diese Einschätzung.

Ostfriesen-Zeitung, 18. Februar 2000
Selbstkritisch bleibt unsererseits allerdings einzuräumen, dass wir während unserer diesjährigen Auricher Konferenz mit einem so breiten innerschulischen Echo auf die erstmalig (!) während eines Comenius-Projekts erfolgte öffentliche Präsentation in dieser Form nicht gerechnet hatten.
Für uns stellte sich daher das Problem, wie bei einem Gesamtplatzangebot von ca. 150 Plätzen dem Wunsch zahlreicher Schüler/-innen, Eltern und Kolleginnen und Kollegen Rechnung getragen werden konnte, an der Projektpräsentation des Gesamtprojekts teilzunehmen, wenn die Gesamtprojektgruppe bereits selbst ca. 85 Teilnehmer umfasste. Diese Frage konnte aus räumlichen und aus Gründen der Projektteilnehmerzahl im Güterschuppen von uns nicht optimal gelöst werden, dies muss unumwunden zugegeben werden.
Der pädagogische Zeigefinger – oder: „Was ist gelernt worden?“
Begreift man „Lernen“ nicht i.S. der sog. „Nürnberger Trichter-Didaktik“ grundsätzlich instruktionalistisch, sondern konstruktivistisch, d.h. zuallererst als individuellen, selbst gesteuerten Prozess, der je nach Vorkenntnissen und -erfahrungen sehr unterschiedlich ausfallen kann, so darf „Lernen“ nach meinem Verständnis nicht reduziert werden auf ausschließlich passives Aufnehmen und Abspeichern von Informationen und Wahrnehmungen, sondern muss begriffen werden als aktiver Prozess der eigenen Wissenskonstruktion.
Humberto Maturana beschreibt diesen konstruktivistischen Wissensbegriff wie folgt:
„Als lebende Systeme existieren wir in vollständiger Einsamkeit innerhalb der Grenzen unserer individuellen Autopoiëse. (…) Wir können uns nicht sehen, wenn wir uns nicht in unseren Interaktionen mit anderen sehen lernen und dadurch, dass wir die anderen als Spiegelungen unserer selbst sehen, auch uns selbst als Spiegelung des anderen sehen“.
Heinz von Foerster hat dies etwas abgewandelt und in Kurzform als ästhetischen und ethischen Imperativ formuliert:
„Willst du erkennen, lerne zu handeln“. Und: „Handle stets so, dass weitere Möglichkeiten entstehen.“
In diesem Sinne seien zum Schluss einige Prinzipien benannt, die der gemeinsamen Arbeit in Comenius-Projekten zu Grunde liegen und die Anlass zur Auslösung von Lernprozessen darstellen sollen/können:
Gemeinsames Handeln durch gemeinsame Arbeit ermöglicht das Kennenlernen der anderen, d.h. das Lernen voneinander, welches zugleich eine Grundlage dafür ist, das Projektgruppen zusammenwachsen; Projektarbeitssprachen sind jeweils Deutsch und Englisch.
Das Zusammentreffen der Projektgruppen findet jeweils jährlich an einem jährlich wechselnden Ort als sog. „European Conference“ statt; während des Aufenthaltes an diesem dritten Ort soll eine Situation erzeugt werden, in der die Projektteilnehmer, die gemeinsame Projektpräsentation vor Augen, aufeinander angewiesen sind.
Es werden jeweils Comenius-Projekte durchgeführt, die zugleich einen nationalen und einen europäischen Bezug haben; es wird angestrebt, den Praxisanteil dieser Projekte möglichst hoch zu halten.
Im Sinne der Verantwortung sich selbst und der Gesamtgruppe gegenüber sollen die Schüler/-innen ihre Projektarbeit/die Produktpräsentation während der „European Conference“ usw. weitestgehend selbst planen und organisieren.
Ergebnisse des jeweiligen Comenius-Projekts werden grundsätzlich dokumentiert und während gesonderter Präsentationstage der Comenius-Öffentlichkeit vorgestellt; die gemeinsame Projektarbeit und Projektdokumentation soll unter möglichst breiter Nutzung der Möglichkeiten der Neuen Technologien erfolgen.
Schüler/-innen, die an einem Comeniusprojekt teilnehmen, sind über die Arbeitsbedingungen und den erforderlichen Arbeitseinsatz informiert und nehmen freiwillig teil.
Bestandteil der Projektarbeit während der „European Conference“ ist auch die weitestgehend gemeinsame Freizeitgestaltung, wobei die Realisierung eines ausgewogenen Verhältnisses zwischen Arbeits- und Freizeitanteil angestrebt wird.
In jeder Comenius-Projektschule gibt es ein Comenius-Projektteam und eine Koordinatorin/einen Koordinator, die/der Ansprechpartner/-in und verantwortlich für das Projekt ist. Je nach Projektinhalten und Projektschwerpunkten wird dabei angestrebt, weitere und interessierte Kolleginnen und Kollegen für die Mitarbeit an den jeweiligen Projektvorhaben zu gewinnen.













Ein weiterer Projektbeitrag bezieht sich auf die Geschichte des VW-Käfers, der als Miniaturmodell von den Teilnehmern gebastelt wurde. Darüber hinaus haben die Projektteilnehmer in mühevoller Kleinarbeit eine aus Umzugskartons bestehende „Berliner Mauer“ besprayt, die 1989 schließlich von allen symbolisch demontiert wird. Parallel dazu schreibt die Musikgruppe eigene Stücke und studiert diese nebst einer eigenen Choreografie ein; für eine nachgestellte Hörsaalsprengung und Anti-Vietnam-Demonstration werden Flugblätter bedruckt, politische Reden geschrieben. Die Hippiezeit ersteht wieder durch den tänzerischen Revuebeitrag einzelner Flower-Power-Mädchen … 












